Die Linke hilft der CDU
Mit der Nominierung von Lukrezia Jochimsen zu ihrer Präsidentschaftskandidatin fördert die Partei Die Linke die Chancen des konservativen Kandidaten Christian Wulf. Kein Argument ist ihr dabei zu dumm. Gut dass das unter anderem am letzten Freitag dem Deutschlandfunkredakteur Heinemann auffiel:
Heinemann: Frau Lötzsch, Joachim Gauck ist ein prominenter Ostdeutscher, was wollen Sie mehr?
Lötzsch: Joachim Gauck ist sicher bekannt gewesen, er ist ja in letzter Zeit natürlich nicht mehr so in der Öffentlichkeit, aber er ist für uns kein Mann der Zukunft. Ich erwarte von einem Bundespräsidenten, dass er Impulse für die Zukunft gibt, aus meiner Sicht ist er vor allem ein Mann der Vergangenheit.
Heinemann: War Peter Sodann ein Mann der Zukunft?
Lötzsch: Peter Sodann war ein Volkspräsident im wahrsten Sinne des Wortes ...
Heinemann: Wo war die Zukunft?
Lötzsch: Ich, ich war ja mit ihm sehr, sehr viel unterwegs und er ist ein kluger Analytiker gewesen der jetzigen Zustände und er hätte Impulse geben können, gerade was im Volk gedacht wird und wie man Ideen und ja Visionen umsetzen kann in unserer Gesellschaft.
Heinemann: Frau Lötzsch, Hand aufs Herz: Joachim Gauck hat etwas gegen Stasi-Leute und SED-Funktionäre. Ist es das, was Sie stört?
Lötzsch: Ich habe Ihnen ja ganz klar gesagt, für mich ist Herr Gauck kein Mann der Zukunft, er ist ein Mann der Vergangenheit und ...
Heinemann: ... und ein Stasi-Aufklärer ...
Lötzsch: ... und der zweite Punkt ist, dieser Vorschlag ist mit uns nicht besprochen. Wir sind keine Partei zweiter Klasse, man kann von uns nicht verlangen, dass wir Vorschläge, die uns über die Presse mitgeteilt werden, nur abnicken.
Heinemann: Ist ein Stasi-Aufklärer für Leute aus Ihrer Partei wählbar?
Lötzsch: Ich glaube nicht, dass Herr Gauck für sich diese Bezeichnung "Stasi-Aufklärer" akzeptiert, er würde das sicher mit ganz anderen Worten beschreiben. Aber es ist natürlich nicht vergessen, dass Herr Gauck unseren langjährigen Fraktionsvorsitzenden Gregor Gysi heftig attackiert hat, und ich glaube, das ist keine gute Voraussetzung für eine Wahl.
Dass die SPD mit Gauck einen Kandidaten nominierte, der ihrem ehemaligen brandenburgischen Ministerpräsidenten und Bundesverkehrsminister nicht weniger zusetzte als Gregor Gysi, ehrt die SPD vor dem Hintergrund der Worte der linken Parteivorsitzenden. Dieses Verhalten wirft außerdem die Frage auf, warum man der SED-Nachfolgepartei die SED Diktatur 20 Jahre nach der Wende verzeihen soll, wenn sie die anschließende Aufarbeitung dieser Geschichte nicht verzeihen mag?!
Christoph Wunnicke
Grüne in EE zum Köhler-Rücktritt
Nachdem Rainald Grebe uns Brandenburger vorgeführt hat, beschädigte er anschließend das Amt des Bundespräsidenten mit diesem Lied: www.youtube.com/watch
Die Grünen in Elbe-Elster danken sowohl Horst Köhler als auch Rainald Grebe für ihre Tätigkeit
Mit Sport und Musik bot Elsterwerdaer Jugend Rechten paroli! (LR-Online 17.05.2010)
Die Innovative Jugend Elsterwerda hatte in Zusammenarbeit mit der städtischen Jugendbeauftragten Antje Keller neben einem Skater-Wettbewerb auch ein Konzert mit den Bands „Kopp kaputt" aus Prösen, „Stick Side Voice" aus Elsterwerda und den EGs aus Falkenberg organisiert.
Positiver Nebeneffekt von Café-Eröffnung und Frühlingsfest war, dass einer zeitgleich angekündigten Kundgebung und Demonstration der NPD die Elsterwerdaer Innenstadt verwehrt blieb.Die etwa 90 Demonstranten zogen am Mittag weitgehend unbeachtet vom Bahnhof ins Wohngebiet Elsterwerda-West.
Gelungene ROT - GRÜNE Aktion vor Ort!

Die Feiernden in der Innenstadt erhielten Unterstützung von den Jungen Sozialisten der SPD und den Grünen in Elbe-Elster, die sich jeweils mit Ständen auf dem Markt beteiligten.
Sogar die Landesvorsitzende von Bündnis 90 / Die Grünen, Annalena B
aerbock,war nach Elsterwerda gekommen, um als Demokratin Farbe zu bekennen, wenn in Brandenburg die Rechten aufmarschieren.
„Verdrängen ist das falsche Konzept", sagt sie. „Unser Anspruch ist, auch wenn es anstrengend ist, an jedem Ort in Brandenburg deutlich zu machen: Wir stehen gegen Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit."
Für ein großformatiges „Nazis,nein danke!"-Banner, mit dem sie die NPD gern schon am Bahnhof von Elsterwerda empfangen hätten, bekamen die Grünen am Samstag allerdings keine Genehmigung von der Stadtverwaltung.
Die Rechten, deren Hoffnung nicht aufging, auf einer Campina-Frust-Welle getragen zu werden, dürften sich auch so wenig willkommen gefühlt haben.
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